Die ganze Welt der Anne Frank

Lieber Leser,

Anne Frank Kollektion

Anne Frank Kollektion

bei meiner Lesereise darf das Tagebuch der Anne Frank natürlich nicht fehlen.  Ich habe nicht nur die erweiterte Ausgabe, sondern auch eine illustrierte Version, die mir meine Mutter schenkte, als ich 12 war.  Ich erinnere mich nicht mehr genau, wann ich zum ersten Mal von Anne Frank hörte.  Woran ich mich sehr deutlich erinnere, ist, ist meine Faszination der Schranktür, die den Eingang zum Hinterhaus verbirgt.  Ich wollte danach alles über Anne wissen.  Vor ein paar Jahren kaufte ich mir „Grüße und Küsse an alle“ von Miriam Pressler (die auch die neue Version von Anne Tagebuch übersetzt hat), in der über die Familie Frank und deren überlebende Verwandten berichtet wird.

Als ich Elly im Bundesarchiv recherchierte, fand ich unter dem geläufigen Nachnamen auch Annelies (also Anne Frank) und den Rest ihrer Familie.  Mir kamen die Namen sofort bekannt vor und ich brauchte eine Sekunde, um zu verstehen, dass es die Anne Frank ist.  An diesem Tag war ich schon sehr traurig, Elly letzte Spuren zu verfolgen.  Anne Frank auf einem gleichen Weg zu finden, machte mein Herz noch schwerer.

Anne Frank entschied sich im Frühjahr 1944, nicht mehr nur für sich selbst Tagebuch zu führen, sondern ihre Erinnerungen zu veröffentlichen, um die „Leiden des niederländischen Volkes während der deutschen Besatzung“ zu dokumentieren (Vorwort, Anne Frank Tagebuch, Fischer Verlag).  Dass sie diese Aufgabe immer mehr verstanden hat, bemerkt man vor allen Dingen im letzten Drittel des Tagebuches.  Es wird immer philosophischer und klarer.  Das habe ich besonders genossen.  Um mich auf diesen Artikel vorzubereiten, habe ich außerdem recherchiert, wer die Untergetauchten verraten hat.  Hierzu gibt es verschiedene Theorien, die drei mögliche Täter herausstellen.  Keine konnte es jedoch nachgewiesen werden (http://www.welt.de/print-wams/article605858/Anne-Frank-vom-Geschaeftspartner-ihres-Vaters-verraten.html).  Es sollen entweder der Lagerarbeiter Willem van Maaren, Lena Hartog-van Bladeren (eine Putzfrau, die ihren dort arbeitenden Mann (einen Lagerarbeiter) schützen wollte) oder Anton Ahlers, einen Geschäftspartner von Otto Frank.  Man kann sicherlich nie genau feststellen, wer es war.  Es ist tragisch, dass das Hinterhaus kurz vor der Befreiung verraten wurde.  Ich schaute auf den letzten Seiten immer wieder aufs Datum und wünschte mir, dass es alle geschafft hätten.

Man kann sich in weitere Geschichten über die Familie und auch entfernte Familienmitglieder verlieren.  Erwähnenswert ist zum Beispiel Eva Schloss, Anne Franks Stiefschwester.  Eva Schloss überlebte mir ihrer Mutter den Holocaust, die Otto Frank in zweiter Ehe heiratete.  Auch Eva Schloss hat ihre Memoiren herausgebracht.  Das Buch heißt „Evas Geschichte“.  Außerdem stehen natürlich verschiedene Museen zur Verfügung, in denen man sich Annes Originaltagebuch ansehen kann.  Natürlich ist da einmal das Anne Frank Haus in Amsterdam und das Anne Frank Museum hier in Berlin.  Beide habe ich besucht und kann sie empfehlen.   Es gibt auch ein neues Detail zu bestaunen: vor kurzem wurden alte Murmeln von Anne Frank dem Anne Frank Museum gestiftet.  (http://www.thehistoryblog.com/archives/29016)

Ganz persönlich habe ich in meinen Tagebüchern geblättert und alte Museumskarten gefunden.  Es ist schön, seine eigenen Aufzeichnungen durchzulesen und sich selbst noch einmal zu besuchen.

Eure Juliane

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